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Widerstand und Solidarität in Gefängnissen und Lagern

von Wolfgang Neugebauer und Stephan Roth

 

 

Antonia Bruha (geb. 1915) gehörte einer Widerstandsgruppe von Wiener Tschechen an. Im KZ Ravensbrück, schmuggelte sie unter Lebensgefahr Medikamente aus dem Krankenrevier und konnte so manches Leben retten.

Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Auch in den Gefangnissen, Zuchthäusern und Konzentrationslagern des "Dritten Reiches", in denen zehntausende Österreichern und Österreicherinnen inhaftiert waren, gab es - trotz der noch größeren Gefahren und Schwierigkeiten - Widerstand. Dabei standen die Organisierung der Solidarität, die Hilfe für die Kameraden und Kameradinnen und die Sorge um das nackte Überleben im Vordergrund. Insbesondere versuchte man, die von der SS geschaffenen Zustände zu verbessern.

Aber auch politische Diskussionen, Schulungen und kulturelle Tätigkeiten wurden, wenn möglich, durchgeführt, um das Durchhalten psychisch zu ermöglichen, Ausbruchsversuche wurden unterstützt und andere illegale Aktivitäten unternommen. Aus nahezu allen Häftlingsberichten geht hervor, dass sich die Österreicher und Österreicherinnen auch als solche verstanden und die meisten in ihren politischen Zukunftsvorstellungen an ein eigenständiges Österreich dachten.

Aus dem gemeinsam erfahrenen Leid in KZ und Gefängnissen kam ein wichtiger Impuls zur Überwindung der großdeutschen Vorstellungen und für das Werden eines Österreichischen Nationalbewusstseins.

Quelle: Fritz, Herbert/Krause, Peter (2013): Farbe tragen, Farbe bekennen 1938–45. Katholisch Korporierte in Widerstand und Verfolgung. (ÖVfStg, 2013) S. 68.


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