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Überparteiliche Widerstandsgruppen

von Wolfgang Neugebauer und Stephan Roth

O5-Zeichen am Stephansdom in Wien

Quelle: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)

Gegen Ende des Krieges formierten sich vielerorts überparteiliche Widerstandsgruppen, Ablehnung des Nationalsozialismus, Abkürzung des Krieges und Erkämpfung der Freiheit waren das einigende Band. Dazu existieren meist keine NS-Quellen, man ist auf Nachkriegsquellen angewiesen, in denen der Widerstand aus opportunistischen Gründen meist übertrieben dargestellt wird. Die bekannteste Österreichische Widerstandsgruppe der Jahre 1944/45 war die O5. Protagonisten bzw. Apologeten haben sie später zu der Österreichischen Widerstandsbewegung hochstilisiert- ein Anspruch, der durch die historischen Fakten und Quellen nicht belegt ist. Die O5 wurde von bürgerlich-konservativen Kräften initiiert und getragen, knüpfte später aber auch Kontakte zu Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen und Kommunisten und Kommunistinnen. Verbindungen zu den Westalliierten und zur Tiroler Widerstandsbewegung machten die O5 in der Endphase der NS-Herrschaft zu einem wichtigen politischen Faktor.

Quelle: Fritz, Herbert/Krause, Peter (2013): Farbe tragen, Farbe bekennen 1938–45. Katholisch Korporierte in Widerstand und Verfolgung. (ÖVfStg, 2013) S. 70.

 


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